Florian Garden

Kontakt

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T +49 (0)40 36 111 83-0
F +49 (0)40 36 111 83-33

Rechtsanwalt Florian Garden berät deutsche und internationale Unternehmen, Geschäftsführer und Führungskräfte in allen Bereichen des Individual- und Kollektivarbeitsrechts. Er ist als angestellter Anwalt im Dezernat Arbeitsrecht tätig.

Florian Garden studierte Rechtswissenschaften an der Ruprecht-Karls Universität Heidelberg. Während seines Referendariats in Freiburg im Breisgau arbeitete Rechtsanwalt Garden als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einer überregionalen Kanzlei in Südbaden. Außerdem war er nebenberuflich für die Staatsanwaltschaften Freiburg i. Br. und Waldshut-Tiengen tätig, wo er auch Erfahrungen in der strafrechtlichen Prozessführung sammeln konnte. Bereits während seines Studiums und Referendariats legte Rechtsanwalt Garden seinen Ausbildungsschwerpunkt auf das Arbeits- und Sozialrecht.

Seit seiner Zulassung als Rechtsanwalt im Jahr 2017 war Rechtsanwalt Garden rund zwei Jahre im Arbeitsrechts-Dezernat einer internationalen Großkanzlei in Hamburg tätig, wo er deutsche und internationale Unternehmen sowie Führungskräfte in allen Bereichen des Individual- und Kollektivarbeitsrechts beriet. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit stellt die Beratung internationaler Unternehmen bei ihrem Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt sowie die kollektivrechtliche Beratung deutscher Großunternehmen dar. Daneben ist er als Lehrbeauftragter für Arbeitsrecht an einer privaten Hochschule tätig.

Beratungsbereiche

Wir begleiten Sie bei allen im Betriebsalltag auftretenden arbeitsrechtlichen Fragestellungen. Unsere Dauermandanten schätzen unsere gute Erreichbarkeit und die schnelle Beantwortung und Abklärung arbeitsrechtlicher Problematiken. Möchten Sie Unterstützung bei der Erstellung einer komplexeren Abmahnung, dem Entwurf einer Home-Office-Regelung, der Verhandlung eines Aufhebungsvertrags, haben Sie eine Frage zu Beteiligungsrechten des Betriebsrates oder benötigen Sie eine arbeitsrechtliche Bewertung einer geplanten Vorgehensweise? Wir unterstützen Sie und stehen Ihnen als Berater zur Seite.

Betriebsänderungen erfordern die Unterrichtung des Betriebsrats nebst anschließender Verhandlungen von Interessenausgleich und Sozialplan. Wir haben in vielen Fällen bei derartigen Verhandlungen über Betriebseinschränkungen und umfangreiche Personalabbaumaßnahmen als Berater fungiert. Genauso wichtig wie die Verhandlungen und die spätere Umsetzung der Maßnahme ist jedoch die Planung im Vorfeld. Auch hier erarbeiten wir gerne gemeinsam mit Ihnen die zielführende Vorgehensweise, um die wirtschaftlichen Ziele zu erreichen.

Wir haben Erfahrung in der Verhandlung von Betriebsvereinbarungen, sei es zu Regelungen der Arbeitszeit oder der Ausgestaltung von variablen Vergütungsmodellen. Das Betriebsverfassungsrecht gibt Arbeitgebern und Betriebsräten einen großen Gestaltungsspielraum, den wir mit Blick auf die unternehmerischen Ziele gerne mit Ihnen gemeinsam gestalten

„Der richtige Mann bzw. die richtige Frau am richtigen Platz“ – das sollte das Ziel der Personaleinsatzplanung sein. Wir helfen Ihnen bei der arbeitsrechtlichen Umsetzung Ihrer personalpolitischen Ziele und der optimalen Gestaltung der bestehenden Arbeitsverträge. Und wenn Sie feststellen, dass ein sinnvoller Einsatz eines Mitarbeiters nicht mehr möglich ist, beraten wir sie bei Erörterung von Trennungsmöglichkeiten nebst deren außergerichtlicher oder gerichtlicher Umsetzung.

Wir haben eine große Prozesserfahrung vor Arbeitsgerichten und Zivilgerichten bzw. der Sozialgerichts- und Verwaltungsgerichtsbarkeit. Gerne vertreten wir Ihre rechtlichen Interessen bundesweit vor Gericht.

Interne Ermittlungen führen oft zu Erkenntnissen, die arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Neben den im Arbeitsrecht laufenden oftmals kurzen Fristen bei Kündigungen prüfen und setzen wir für Sie Schadensersatzansprüche durch und sorgen im Zusammenwirken mit unseren Wirtschaftsstrafrechtlern insbesondere dafür, dass die gewonnenen Beweismittel später auch gerichtlich verwertbar sind. Mit externen Partnern wie Sachverständigen und Wirtschaftsdetekteien arbeiten wir hierbei regelmäßig zu Ihrem Nutzen zusammen. Etwaige strafrechtliche begleitende Schritte wie Strafanzeigen oder Einschaltung von Ermittlungsbehörden koordinieren wir für Sie natürlich ebenfalls.

Fragen des (Arbeitnehmer)Datenschutzes haben in den vergangenen Jahren massiv zugenommen. Aufgrund gesetzlicher Neuregelungen drohen hier für Unternehmen hohe Haftungsgefahren und tun sich neue Handlungsfelder auf, auf denen Arbeitgeber aktiv werden sollten. Wir prüfen und erörtern gerne mit Ihnen und Ihrem Datenschutzbeauftragten, ob Sie hier auf dem aktuellen Stand sind.

Whistleblowing-Hotlines oder sonstige Hinweisgebersysteme sind ein wichtiger Baustein arbeitsrechtlicher Compliancemaßnahmen. Wir unterstützen Sie bei der Implementierung und Ausgestaltung derartiger Maßnahmen und übernehmen auch gerne die Rolle eines externen Ombudsmannes oder „Vertrauensanwalts“.

Wir vertreten Führungskräfte, leitende Angestellte und Prokuristen in der Durchsetzung ihrer arbeitsrechtlichen Interessen gegenüber Arbeitgebern. Insbesondere bei drohender oder erfolgter Kündigung suchen wir gemeinsam mit Ihnen den Weg, der Ihr gewünschtes Ziel am Besten verwirklichen kann. Bei uns erhalten Sie eine fundierte und realistische Einschätzung Ihrer Optionen und des wirtschaftlich Denkbaren. Dies kann in einem Fall das Erstreiten einer hohen Abfindung, im anderen Fall ein mehr konsensuales Vorgehen sein: Wir beherrschen beides und kennen als Berater von Arbeitgebern insbesondere auch die Blickrichtung des Unternehmens und die besondere Situation von Führungskräften.

Geschäftsführern und Vorständen kommt als vertretungsberechtigten Organen des Unternehmens eine besondere Rolle zu. Das Arbeitsrecht findet unmittelbar keine Anwendung, obwohl die dienstvertragliche Situation regelmäßig Parallelen zum Arbeitsrecht aufweist. Hinzu kommen Besonderheiten wie z.B. Vergütungsmodelle, die sich oftmals am Unternehmenserfolg oder in der Gewährung von Gesellschaftsanteilen niederschlagen. Eine sorgfältige Gestaltung des Dienstvertrags ist hier immanent, um bei etwaigen späteren Auseinandersetzung optimal aufgestellt zu sein. Gerne prüfen wir Ihren Dienstvertrag im Vorfeld oder setzen Ihre Interessen bei Auseinandersetzungen mit der Gesellschaft durch.

Mitgliedschaften

  • Hamburgischer Anwaltsverein e.V.

  • Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im DAV

Publikationen

Arbeitsrechtliche Folgen des „Stechuhr-Urteils“ des EuGH
ArbRAktuell 2019, 263 (mit Prof. Dr. Fuhlrott)

Die Entscheidung des EuGH vom 14.05.2019 wurde in den Medien kontrovers diskutiert. Gewerkschaftliche volle Zustimmung der Entscheidung traf auf entgeisterte und ablehnende Stellungnahmen auf Arbeitgeberseite und einiger Berufsverbände. Der Beitrag gibt einen ersten Überblick über die anstehenden Fragestellungen und denkbare gesetzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Urlaubsrecht – Aktuelle bundesarbeitsgerichtliche Vorgaben
GWR 2019, 337 (mit Prof. Dr. Fuhlrott)

Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechungsentwicklung zum Thema Urlaubsgewährung. Die rechtlichen Vorgaben sind durch eine Vielzahl bundesarbeitsgerichtlicher Urteile in den letzten Monaten in vielen Teilen präzisiert, erstmalig geregelt oder auch revidiert worden. Ein Update über die vielfältigen rechtlichen Anforderungen ist daher auch außerhalb der Urlaubszeit hilfreich.

Kündigung wegen falschen Ausfüllens von Zeiterfassungsformularen trotz Einverständnis des Vorgesetzten
GWR 2019, 112 (mit Prof. Dr. Fuhlrott)

Anmerkung zum BAG Urt. v. 13.12.2018: Das BAG bestätigt die ständige Rechtsprechung, wonach das falsche Ausfüllen von Zeiterfassungsformularen ein Grund für eine außerordentliche Kündigung sein kann. Klargestellt wird zudem, dass ein etwaiges Einverständnis von Vorgesetzten oder Mitarbeitern der Personalabteilung nicht zwingend eine Rechtfertigung darstellt. Entscheidend sei insofern, ob für den Arbeitnehmer erkennbar war, dass die Personen/Vorgesetzten zum Abschluss entsprechender Vereinbarungen befugt waren.

 

Die neue Whistleblowing-Richtlinie der EU – Handlungsbedarf für Unternehmen und Gesetzgeber
BetriebsBerater 2019, 963 (mit Dr. Hiéramente)

In den letzten Jahren und Jahrzenten war das Thema Whistleblowing immer wieder Gegenstand der gesellschaftlichen und politischen Diskussion. Die europäische Gesetzgeber hat nun mit der Whistleblowing-Richtlinie, die am 16.4.2019 vom Europäischen Parlament verabschiedet wurde und mit Zustimmung des Rats und Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union in Kraft tritt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für nationale

Regelungen geschaffen. Die Autoren zeigen den sich aus dieser Richtlinie ergebenden Handlungsbedarf für Unternehmen und den nationalen Gesetzgeber auf.

Regress wegen nachzuentrichtender Lohnsteuern
NJW 2019, 810 (mit Prof. Dr. Fuhlrott)

Der Arbeitgeber haftet gem. § 42d Abs. 1 Nr. 1 EStG im Außenverhältnis, wenn er Lohnsteuer in zu geringer Höhe einbehält oder nicht in voller Höhe abführt. Hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer insoweit „überzahlt“, stellt sich oftmals die Frage des arbeitgeberseitigen Rückgriffs gegenüber dem Arbeitnehmer. Das aktuelle Urteil des BAG (Urt. v. 14.11.2018 – 5 AZR 301/17) liefert die für die Praxis hilfreiche Klarstellung, dass Regressansprüche des Arbeitgebers gegenüber seinem Arbeitnehmer in Bezug auf Lohnsteuernachzahlungen, die grundsätzlich bestehen und Gegenstand von tarif- oder arbeitsvertraglichen Ausschlussklauseln sein können, erst mit Bestandskraft des Haftungsbescheids bzw. mit tatsächlicher Zahlung durch den Arbeitgeber fällig werden.