Unternehmerrisiken in Werbe- und Medienagenturen

26. Juli 2018

Besondere Situation der Werbebranche

Die Werbebranche ist traditionell durch eine hohe Personalfluktuation geprägt. Zahlreiche Kreative sammeln zum Berufseinstieg in verschiedenen Agenturen berufliche Erfahrung. Der Konkurrenzkampf zwischen den Teams aus Textern und Grafikern ist dabei kaum geringer als der Wettbewerb der Agenturen. Bei Pitches oder Präsentation der Ergebnisse sind Nachtschichten und 70-Stunden-Woche keine Seltenheit. Anders aber als in vergleichbar kompetitiven Branchen (z.B. Unternehmensberater) ist jedoch die Vergütung von Berufseinsteigern vergleichsweise gering.

Typische rechtliche Risiken: Mindestlohn & Scheinselbständigkeit

Dies kann bei hoher Arbeitsbelastung zu Problemen mit den Vorgaben des gesetzlichen Mindestlohns oder des Arbeitszeitgesetzes führen. Viele Kreative und Berater suchen daher den Weg in die Selbständigkeit und lassen sich als Freelancer für Projekte buchen. Je nach konkreter Ausgestaltung der Tätigkeit kann deren Selbstständigkeit in Zweifel gezogen werden (Stichwort: Scheinselbständigkeit). Die Folge bei fehlerhafter Einstufung der Tätigkeit sind Rückforderungen der Sozialversicherungsträger und strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen die Agenturgeschäftsführung. Während in der Vergangenheit vor allem die Baubranche und das produzierende Gewerbe im Fokus der Behörden standen, liegt der Schwerpunkt in den letzten Jahren verstärkt auf Dienstleistungs- sowie Presse- und Medienunternehmen. Grund genug, sich einmal mit den wichtigsten Risikofeldern zu befassen.

In dem Beitrag im Branchenmagazin HORIZONT (Nr. 29/2018, S. 21) haben sich daher Prof. Dr. Michael Fuhlrott und Dr. Mayeul Hiéramente mit häufigen rechtlichen Konstellationen von Beschäftigungsverhältnissen in der Werbe- und Medienagenturbranche befasst. Einerseits werden hierbei die Risiken und typische „gefährliche Konstellationen“ aufgezeigt, anderseits denkbare zulässige Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt. Nicht zuletzt ist zu beachten, dass einige Verstöße auch strafrechtlich sanktioniert sind, so dass eine entsprechende Vorsorge äußerst sinnvoll ist.

 

Den Beitrag im Volltext können Sie hier herunterladen.

Wenn Sie als Unternehmen oder Geschäftsführer Beratungsbedarf haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Gerne analysieren wir Ihre vertragliche Situation und erstellen ein Risikoprofil. Ebenso sind wir für Sie da im Falle der bereits stattfindenden Prüfung durch Aufsichtsbehörden oder womöglich sogar strafrechtlicher Ermittlungen.

Ihre Ansprechpartner

Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Fuhlrott

Rechtsanwalt Dr. Mayeul Hiéramente

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