Aussichten für Jobwechsler – Experteninterview auf BILD.de

15. April 2018

In Zeiten des als „war for talents“ umschriebenen Fachkräftemangels wird das Besetzen von offenen Stellen für Unternehmen immer schwieriger. In einem Experteninterview für BILD.de gab Prof. Dr. Michael Fuhlrott hierzu seine Einschätzung: „Es hat sich im letzten Jahrzehnt umgedreht, nicht mehr nur der Arbeitnehmer muss sich bewerben, sondern auch die Arbeitgeber müssen für sich werben.“ Der bestehende Fachkräftemangel mache vor keiner Branche halt, so Fuhlrott: „Mittlerweile müssen Unternehmen, die gute Mitarbeiter bekommen wollen, viel Energie und Ressourcen in Selbstmarketing und Recruiting stecken.“

Motivation und arbeitsvertragliche Anreize

Auch Arbeitgeber können bei der Gestaltung ihrer Arbeitsverträge oder der bestehenden Arbeitsbedingungen hierauf wesentlichen Einfluss nehmen, um in Zeiten des Fachkräftemangels Bewerber gewinnen zu können:

Um Anreize zu schaffen haben die Unternehmen generell zwei Möglichkeiten. Dem Bewerber können z.B. Fortbildungsvereinbarungen, Bonus-Programme oder Arbeitszeitkontenregelungen im Arbeitsvertrag angeboten werden. So weiß er, dass er diese Anreize auch wirklich in Anspruch nehmen kann, wenn der Vertrag unterschrieben ist„.

Daneben sei auch der Ruf des Unternehmens wichtig, weiß Prof. Dr. Fuhlrott. Viele Bewerber würden sich zunächst in entsprechenden Bewertungsportalen ein Bild über den künftigen Arbeitgeber verschaffen. Wer hier zu viele negative Bewertungen erhält, merke dies an der Anzahl der eingehenden Bewerbungen. Ebenfalls sei neu, dass Arbeitgeber aktiv auf Bewerber zugehen müssen.

Nur das Schalten einer Stellenanzeige oder die Bitte auf der website, sich zu bewerben, reicht heute nicht mehr„.

Optimierung der bestehenden Arbeitsverträge als Antwort auf den Fachkräftemangel

Wenn Sie als Arbeitgeber bestehende Arbeitsverträge anpassen wollen, Mitarbeitern Boni gewähren oder Fortbildungsvereinbarungen abschließen wollen, beraten wir Sie hierbei gerne. Wichtig ist auch hier eine rechtssichere Gestaltung – damit am Ende sowohl Arbeitnehmer bzw. Bewerber, als auch das Unternehmen die beiderseits gewünschten Vorteile erhalten. Oftmals handelt es sich auch um Aspekte, die dem Beteiligungs- oder sogar dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats unterfallen, so dass auch der Abschluss einer entsprechenden Betriebsvereinbarung sich als im Einzelfall sinnvolle Regelung erweisen kann.

Ihre Ansprechpartner:

Prof. Dr. Michael Fuhlrott

Julia Madeleine Remy

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