Arbeitsrecht und neue Medien – Seminar 12.10.2018

13. Oktober 2018

Welche Herausforderungen bietet das digitale Zeitalter für den Arbeitsrechtler? Wann darf ein Arbeitgeber interne Ermittlungen vornehmen und seinen Arbeitnehmer womöglich heimlich überwachen? Inwieweit ist ein Datenschutzbeauftragter hier einzubinden? Darf ein Arbeitnehmer etwa gekündigt werden, weil er sich auf facebook herablassend oder beleidigend über seinen Arbeitgeber äußert? Worauf kommt es hier bei der Interessenabwägung an? Wem gehören die Daten des beruflichen Xing-Profils, wann dürfen Fotos von Arbeitnehmern auf die website gestellt werden und darf der Betriebsrat mitbestimmen? Diese und viele andere Fragen zu arbeitsrechtlichen Besonderheiten „moderner Arbeitsformen“ wie Co-Working, Crowdworking oder Desk-Sharing waren Inhalt der Fortbildungsveranstaltung am 12.10.2018 für die Juristischen Fachseminare.

Offline und online gilt das gleiche Arbeitsrecht

Ausgehend von dem Umstand, dass online wie offline das zunächst das gleiche Arbeitsrecht gilt, wurden die arbeitsrechtlichen Besonderheiten moderner Arbeitsformen beleuchtet. Insbesondere werden diese durch die datenschutzrechtlichen Vorgaben beeinflusst, zu denen sich das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit seiner Rechtsprechung mehrfach geäußert hat – zuletzt mit seiner erst jüngst veröffentlichten Entscheidung vom 23.8.2018 (Az.: 2 AZR 133/18, hierzu die Besprechung von Fuhlrott, NZA-RR 2018, im Erscheinen sowie auf LegalTribuneOnline v. 23.8.2018) zur Verwertbarkeit von Beweismitteln aus einer offenen Videoüberwachung und der prägnanten Aussage „Datenschutz ist nicht Tatenschutz“.

Tagungsunterlagen zum download

Das Skript zur Veranstaltung in der aktuellen Fassung vom 12.10.2018 finden Sie hier zum download.

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Fuhlrott

 

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